Die Hamburger Architekten Martin Murphy (l.) und Stephen Williams (r.) mit Prof. Dr. Max Schlereth, DERAG Unternehmensgruppe, vor dem ehemaligen US-Konsulat, das derzeit zum Luxus-Hotel „The Jefferson“ umgebaut wird.
Foto/Grafik: H. Gessulat
Architekt Stephen Williams präsentierte erste Visualisierungen zur Innenausstattung des Hotels und der Suiten.
Foto/Grafik: H. Gessulat
Ein Haus, das mit vielen Überraschungen aufwartet, wie etwa diesem Wandbild, das wohl noch aus der Ära des US-Konsulats stammt.
Foto/Grafik: Bild: Störmer Murphy and Partners
So wird das zukünftige Hotel „The Jefferson“ aussehen, wenn es fertig ist. Nach vorne soll es eine großzügige Terrasse mit einem öffentlichem Café geben. Den fantastischen Alsterblick gibt’s inklusive.
Ein Objekt, das Investoren und Architekten vor große Herausforderungen stellt und gleichzeitig einmalig ist: das ehemalige US-Konsulat in Hamburg, das derzeit zum Luxus-Hotel „The Jefferson“ umgebaut wird. Schon die direkte Alsterlage und die großartige historische Architektur, ein Entwurf des berühmten Hamburger Architekten Martin Haller, sind beeindruckend. Doch es gibt auch ein dunkles Kapitel, denn in den 30er Jahren diente das Gebäude der NSDAP als Hauptsitz in Hamburg. Diese wechselvolle Historie wird aktuell in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Denkmalschutzamt und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten aufgearbeitet und soll später im fertigen Gebäude in Form eines digitalen Rundgangs sowie eines Gedenkorts für NS-Opfer sowohl für Hotelgäste als auch für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Architekt Martin Murphy: „Wir wollen die Wände zum Sprechen bringen und alle Epochen des Hauses zeigen.“ Man arbeite, so Murphy, fast archäologisch und entdecke quasi täglich neue Überraschungen wie z. B. historische Wandbilder. Architekt Stephen Williams, der den gesamten Innenausbau verantwortet, präsentierte beim Pressetermin vor Ort zudem erste Visualisierungen zum Interieur des Hotels. Williams: „Wir müssen hier keine Story erfinden, denn das Haus selbst erzählt so viele unterschiedliche Geschichten.“ Seine Vision für das zeitlos elegante Innenleben des künftigen „Jefferson": „Die Gäste sollen den Ort weniger als Hotel, sondern eher wie ein Privathaus erleben, indem man frei träumen und denken kann.“ Zum Eröffnungstermin des Hotels halten sich die Investoren derzeit noch bedeckt, aber der herausfordernde Umbau und die Aufarbeitung werden wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen.