02.07.2026
The Jefferson

Ehemaliges US-Konsulat wird zum Luxus-Hotel

Ein Objekt, das Investoren und Architekten vor große Herausforderungen stellt und gleichzeitig einmalig ist: das ehemalige US-Konsulat in Hamburg, das derzeit zum Luxus-Hotel „The Jefferson“ umgebaut wird. Schon die direkte Alsterlage und die großartige historische Architektur, ein Entwurf des berühmten Hamburger Architekten Martin Haller, sind beeindruckend. Doch es gibt auch ein dunkles Kapitel, denn in den 30er Jahren diente das Gebäude der NSDAP als Hauptsitz in Hamburg. Diese wechselvolle Historie wird aktuell in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Denkmalschutzamt und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten aufgearbeitet und soll später im fertigen Gebäude in Form eines digitalen Rundgangs sowie eines Gedenkorts für NS-Opfer sowohl für Hotelgäste als auch für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Architekt Martin Murphy: „Wir wollen die Wände zum Sprechen bringen und alle Epochen des Hauses zeigen.“ Man arbeite, so Murphy, fast archäologisch und entdecke quasi täglich neue Überraschungen wie z. B. historische Wandbilder. Architekt Stephen Williams, der den gesamten Innenausbau verantwortet, präsentierte beim Pressetermin vor Ort zudem erste Visualisierungen zum Interieur des Hotels. Williams: „Wir müssen hier keine Story erfinden, denn das Haus selbst erzählt so viele unterschiedliche Geschichten.“ Seine Vision für das zeitlos elegante Innenleben des künftigen „Jefferson": „Die Gäste sollen den Ort weniger als Hotel, sondern eher wie ein Privathaus erleben, indem man frei träumen und denken kann.“ Zum Eröffnungstermin des Hotels halten sich die Investoren derzeit noch bedeckt, aber der herausfordernde Umbau und die Aufarbeitung werden wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen.
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