Prof. Sascha Peters (l.) und Hendrik Busse (r.) überreichen den ersten Platz der re:think design competition an Sascha Sartory.
Foto/Grafik: Nowy Styl
Paneldiskussion mit Moderatorin Janine Utsch.
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Geführte Tour durch das Use2-Kompetenzzentrum von Nowy Styl in Steyerberg.
Die von Nowy Styl konzipierte re:think convention brachte am Firmenstandort im niedersächsischen Steyerberg einen großen Teilnehmerkreis aus Design, Architektur, Forschung und Wirtschaft zusammen. Es wurden zukunftsfähige Ansätze für nachhaltiges Design und zirkuläre Innovation vorgestellt – und erlebbar gemacht. Bei einer Preisverleihung wurden Soft-Seating-Konzepte aus nur einem Basismaterial gewürdigt.
Der Wettbewerb war von Nowy Styl in wissenschaftlicher Begleitung des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE initiiert worden. Aus zahlreichen Einreichungen wählte eine Fachjury drei Gewinner, die Gestaltung, Funktionalität und Kreislaufwirtschaft auf besondere Weise vereinen: Der erste Platz ging an „LYNKA“ von Sascha Sartory, Inhaber des Kölner Designstudios Sartory Design. Der Entwurf überzeugte durch ein klares modulares System aus Formfilzkomponenten, das mit nur wenigen geometrischen Grundformen eine große gestalterische Vielfalt ermöglicht. Mit dem zweiten Platz wurde „MONO“ von Daniel Streilein und Henry Boy von Boldextrusion Ventures aus Hamburg, einem Designstudio für großformatige 3D-Drucklösungen, ausgezeichnet. Den dritten Platz belegte das „Re:PET System“, ein modulares Hocker- und Tischsystem des Berliner Design-Duos Nick Geipel und Moritz Walter. Die siegreichen Konzepte werden auf der Orgatec (27. bis 30.10, Köln) als Prototypen am gemeinsamen Stand von Nowy Styl und Kusch+Co präsentiert.
Die re:think convention bot ein vielseitiges Fachprogramm mit Vorträgen, Praxis-Einblicken sowie einer Paneldiskussion mit Prof. Dr. Sascha Peters von Haute Innovation, Antonio Scaffidi, Designer und Gründer der Danish Design Makers, Sabrina Schreiner von Fraunhofer UMSICHT sowie Hendrik Busse, Geschäftsführer der Nowy Styl Deutschland GmbH, zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche. Deutlich wurde: Zirkuläres Design erfordert ein ganzheitliches Umdenken – von der Materialauswahl über die Gestaltung bis hin zu Nutzung und Wiederverwertung. Die interdisziplinäre Besetzung spiegelte den Anspruch der Veranstaltung wider, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und den Austausch aktiv zu fördern.