10.04.2026
John & Will Hotel

Vom Getreidesilo zum grünen Pionierprojekt

Ein Getreidesilo der ehemaligen Kellog-Werke in Bremen ist zum Leuchtturmprojekt für klimaschonendes Umnutzen geworden: Hierfür erhielt das 2024 eröffnete John & Will Silo-Hotel by Guldsmeden jetzt das Nachhaltigkeitszertifikat des GreenSign Institutes.

GreenSign bewertet die nachhaltige Betriebsführung in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Mit einem Konformitätsgrad von 81,07 Prozent erfüllt das Silo-Hotel nicht nur die Anforderungen für die Zertifizierung, sondern erzielt zugleich die höchste Punktzahl aller geprüften Hotels im Raum Bremen. Das John & Will, das zur dänischen Hotelkette Guldsmeden gehört, setzt ganz auf erneuerbare Energie und verwendet zu 90 Prozent Organic-Produkte. Für die Architektur zeichnet das Wiener Büro der Delugan Meissl Associated Architects (DMAA) verantwortlich. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Buzzword, sondern Teil unseres täglichen Handelns“, so Babette Kierchhoff. Die Hotel-Direktorin freut sich über die Auszeichnung: „Die GreenSign-Zertifizierung bestätigt unseren Weg und motiviert uns, die nachhaltige Entwicklung des Hauses konsequent weiter voranzutreiben“. 
Das John & Will überzeugte das Prüfteam von GreenSign in den Bereichen Management und Kommunikation, Regionalität und Mobilität, Soziale Verantwortung sowie Biodiversität & Kulturelles Erbe. Positiv hervorgehoben werden unter anderem das klar formulierte Leitbild, ein systematisch aufgebautes Nachhaltigkeitsprogramm mit konkreten Maßnahmen und internen Zuständigkeiten sowie die aktive Einbindung von Mitarbeitenden und Stakeholdern. Besonders Lob findet die Revitalisierung eines ehemaligen Silo-Gebäudes der Bremer Kellog-Werke (geschlossen 2017). Die Umnutzung trägt laut Auditorin Anna Maria Sasso-Sant zum Erhalt bestehender Bausubstanz bei und respektiert dabei bestehende ökologische und kulturelle Strukturen. Das John & Will-Hotel ist dabei eingebunden in ein größeres nachhaltiges Stadtentwicklungsprogramm zur Erschließung eines neuen Bremer Hafenquartiers (arcade berichtete darüber ausführlich im Architektur-Report „Bauen im Bestand“/Ausgabe 6/2025).
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