Die Möbelhersteller in Deutschland hoffen 2026 auf eine verbesserte Konjunktur.
Foto/Grafik: Deutsche Möbelindustrie
Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie.
Die deutsche Möbelindustrie hat 2025 laut vorläufiger amtlicher Statistik rund 15,8 Milliarden Euro umgesetzt, ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei gibt es Schwankungen in den Branchen. Während die Auftragslage in der Küchenmöbelindustrie stabil ist, leiden die Polster- und Wohnmöbelhersteller weiter unter einer schwachen Nachfrage. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren die Verbände einen Umsatz auf dem Vorjahresniveau bis hin zu einem Plus im kleinen einstelligen Prozentbereich.
Mit den aktuellen Zahlen verzeichnet die Branche im dritten Jahr in Folge einen Umsatzrückgang. „Besonders herausfordernd stellt sich für unsere Unternehmen die Lage auf dem Heimatmarkt dar“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie. So sank der Inlandsumsatz um 4,4 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro, während die Einbußen im Ausland mit einem Umsatzrückgang von 1,2 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro deutlich geringer ausfielen.
Von den einzelnen Sparten der deutschen Möbelindustrie erreichte das Küchen-Segment 2025 mit einem Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro (minus 0,3 Prozent) annähernd das Vorjahresniveau. Bei den Büro- und Ladenmöbelherstellern lag der Umsatz mit rund 4,2 Milliarden Euro um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Das Segment der sonstigen Möbel (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) setzte 4,7 Milliarden Euro um (minus 5,5 Prozent). Einen Rückgang von 7,2 Prozent auf 873 Millionen Euro verbuchte die Polstermöbelindustrie. Die Hersteller von Matratzen erlitten eine Umsatzeinbuße von 15,2 Prozent auf 420 Millionen Euro. Auf das laufende Jahr schaut Geschäftsführer Kurth mit vorsichtigem Optimismus: „Im ersten Halbjahr rechnen wir mit einer Stabilisierung des Umsatzes auf dem Vorjahresniveau. In der zweiten Jahreshälfte, in der die Verbraucherinnen und Verbraucher das Thema Einrichten erfahrungsgemäß stärker in den Fokus nehmen, hoffen wir auf eine leichte Belebung.“